Rampen

Rampen dienen der Gewährleistung einer barrierefreien, sprich unabhängigen Nutzung und Überwindung von Höhenunterschieden. Wie dieses umzusetzen ist, wird im Folgenden beispielhaft beschrieben.

Rampe, Grundriss

Grundanforderungen:

  • Hebebühnen sind kein Ersatz für Rampen, denn die Bedienung ist nicht barrierefrei möglich
  • Neigung: maximal 6 %, ab 8% besteht eine erhöhte Sturzgefahr, Querneigung ist unzulässig
  • Am Anfang und am Ende einer Rampe: Bewegungsfläche von mindestens 150 cm x 150 cm
  • Nutzbare Laufbreite: mindestens 120 cm zwischen den Handläufen
  • Länge einzelner Rampenläufe: 600 cm, Zwischenpodeste von mindestens 150 cm

Es ist zusätzlich zu berücksichtigen:

  • In der Verlängerung einer Rampe darf keine abwärts führende Treppe liegen bzw. muss diese mindestens 10m entfernt sein
  • Bei steilen Rampen: Kennzeichnung des Rampenbeginns durch einen Belagwechsel

Rampe, Schnitt

Handläufe:

  • Beidseitig anordnen
  • Höhe: 85 cm bis 90 cm,
  • Keine Unterbrechungen Sicherstellung einer ununterbrochenen Unterstützung
  • Gestaltung: griffsicher, gut umgreifbar, so dass keine Verletzungsgefahr besteht
  • Z. B. runder oder ovaler Querschnitt, Durchmesser von 3 cm bis 4,5 cm
  • Halterungen an der Unterseite anordnen
  • Abgerundeter Abschluss, nicht frei in den Raum rein, Abschluss nach unten oder zur Seite führen
  • lichter seitlicher Abstand zu aufragenden Bauteilen: mindestens 5 cm

Radabweiser:

  • beidseitig an der Rampe und den Podesten
  • mindestens 10 cm hoch
  • mindesten 120 cm lichte Breite zwischen den Radabweisern
  • Radabweiser sind nicht erforderlich, wenn die Rampe anderweitig, z. B. durch eine Wand, seitlich begrenzt ist